Meine Morgenroutine

Hier erfahrt ihr, was für mich zu einem perfekten Start in den Tag dazugehört und wie ihr eure Morgenroutine ganz einfach selbst gestalten könnt. Durch meine Morgenroutine könnt ihr euch hier gerne inspirieren lassen und ihr erfahrt, welche Bestandteile auch einen Nutzen für euer körperliches Wohlbefinden haben. Außerdem verrate ich euch hier mein liebstes Frühstück.

Ich habe eine ganze Zeit lang gebraucht, um meine eigene Morgenroutine zu entwickeln, die einen guten Start in den Tag ermöglicht. Immer wieder habe ich neue Dinge gelesen oder gehört, die ich unbedingt in meine eigene Routine aufnehmen wollte.

Als ich mir meine eigene Routine zusammenstellte, war es für mich sehr wichtig, dass ich meinem Körper etwas Gutes tue. Oft kommt das eigene Wohlbefinden im Alltag zu kurz, man steht unter Stress, ist abgelenkt und vergisst dabei, wie wichtig unser Körper ist. Denn ohne ihn funktioniert nichts mehr so, wie wir es uns wünschen.

Ölziehen

Das Ölziehen sollte für mich der erste Bestandteil meiner Morgenroutine sein. Ölziehen bietet viele Vorteile für das körperliche Wohlbefinden. So bindet das Öl im Mund Giftstoffe, sorgt für gesunde Zähne & Zahnfleisch und schafft eine gesunde Mundflora. Nebenbei ist es eine tolle Ergänzung zu einer Entschlackungs- oder Entgiftungskur. Das Ölziehen soll noch viele weitere Vorteile mit sich bringen, die jedoch noch erforscht werden.

Für das Ölziehen braucht ihr ein hochwertiges und natives Bio-Öl. Hierfür gibt es verschiedene Öle, wie zum Beispiel Kokosöl, Olivenöl, Sesamöl, Mandelöl, Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Wichtig ist, dass ihr den Geschmack gut findet und es zu euch passt. Ich verwende hier am liebsten Kokosöl.

Um das Ölziehen richtig durchzuführen, nehmt ihr nach dem Aufstehen und vor dem Zähneputzen ca. einen Teelöffel Öl in den Mund und zieht es durch die Zähne und bewegt es im Mund hin und her. Am Anfang könnt ihr das Ganze etwas kürzer, etwa für fünf Minuten, machen. Wenn ihr euch daran gewöhnt habt, auch gerne länger – etwa 15 bis 20 Minuten.

Anschließend spuckt ihr das Öl vollständig aus – nicht ins Waschbecken, sondern in den Mülleimer. Erst dann könnt ihr mit einem Zungenschaber eure Zunge reinigen und die Zähne putzen. Ich verwende ausschließlich fluoridfreie Zahnpasta, da ich der Meinung bin, dass Fluorid dem Körper nicht gut tut. Wenn ihr ebenfalls fluoridfreie Zahnpasta nutzt, dann solltet ihr auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten und Industriezucker möglichst meiden, um eure Zähne zu schützen. Gerne könnt ihr euch hier selbstständig weiter informieren und eure eigene Meinung bilden und das tun, was ihr für richtig haltet.

Während des Ölziehens ziehe ich mir bequeme Kleidung an, bereite mein Frühstück vor, koche Tee und decke den Tisch. Für den Tee nehme ich gerne Kräutermischungen. Während meiner Periode wähle ich hier am liebsten den Frauenmanteltee, der mir bei Unterleibsschmerzen hilft.

Bewegung

Nach dem Zähneputzen mache ich 30 Minuten Yoga, um meinem Körper etwas Gutes zu tun. Yoga erdet mich, bringt mich in meine Kraft und erschafft Ausgleich. Wer es hier gerne ruhiger mag, kann stattdessen auch journalen, meditieren oder hinaus in die Natur gehen.

Von den Inder:innen habe ich gelernt, meinen Körper während der Periode ganz neu wertzuschätzen und mache deshalb in dieser Phase kein Yoga, sondern meditiere oder gehe hinaus in die Natur und mache einen Spaziergang. Ich persönlich achte darauf, dass zwischen dem Zähneputzen und der ersten Mahlzeit des Tages etwa 60 Minuten liegen, da ich mit dem Zitronenwasser weiter mache und Säuren kurz nach dem Zähneputzen den Zahnschmelz angreifen.

Zitronenwasser

Vor dem Frühstück trinke ich nun ein Glas lauwarmes Wasser mit dem Saft einer halben ausgepressten Zitrone. Warmes Zitronenwasser kurbelt die Verdauung an, aktiviert den Stoffwechsel und fördert die körpereigne Entgiftung. Bei regelmäßiger Anwendung verbessert sich mit der Zeit auch das Hautbild, da die Schlacken hierdurch ausgeleitet werden. Außerdem reinigt Zitronenwasser die Zirbeldrüse, die wichtig für unsere Verbindung zu unserer Seele ist und auch für unsere hellsichtigen Fähigkeiten.

Frühstück

Beim Frühstück ist mir wichtig, dass es gesund ist und Kraft gibt. Ich fühle mich gerne leicht danach und möchte nicht das Gefühl haben, mich anschließend ausruhen zu müssen, weil es so schwer im Magen liegt.

Deshalb habe ich mich für ein Ayurvedisches Frühstück entschieden. Hierfür bereite ich eine bestimmte Gewürzmischung zu. Wenn ich Äpfel nehme, verwende ich Paradieskörner, Nelken, grüne Kardamomsaat und Zimtpulver. Statt Ghee, das gerne im Ayurveda genutzt wird, benutze ich hier Kokosöl. Die Äpfel werden in der gemörserten Gewürzmischung kurz angeröstet und mit Wasser abgelöscht. Das Ganze wird nun geköchelt. Nebenbei mache ich mir ein Porridge. Ich röste Haferflocken in etwas Ingwerpulver in einer Pfanne an und gebe dann die entsprechende Menge Wasser dazu.

Wer eine Handmühle Zuhause hat, kann darin auch selbst seine Flocken mahlen. Toll sind auch gemahlene/geschrotete Saaten, wie zum Beispiel Leinsaat oder Hanfsaat und Kerne, wie Kürbiskerne oder ähnliches. Diese gebe ich gerne mit in meinen Haferbrei und tue ein paar Walnüsse und Paranüsse dazu, die ich vorher klein schneide. Obendrauf kommen dann die gewürzten Äpfel. Wer es hier noch etwas süßer mag, kann noch etwas Agavendicksaft, etc. zum Süßen darüber geben.

Es gibt hier viele weitere Varianten mit verschiedenen Früchten und andere Möglichkeiten ein leichtes Frühstück zuzubereiten. Weitere ayurvedische Rezepte findet ihr zum Beispiel im Buch Ayurveda Küche für jeden Tag von Dr. Barbara Wirth und in vielen anderen tollen ayurvedischen Kochbüchern. Schaut euch da gerne mal um, wenn ihr Lust auf neue Geschmackserlebnisse habt. 🙂

Meine Morgenroutine kurz zusammengefasst:

8:00 Uhr Aufstehen und 1TL Kokosöl im Mund zergehen lassen & mit dem Ölziehen beginnen. Währenddessen anziehen & Frühstück vorbereiten.

8:20 Uhr Öl ausspucken, mit dem Zungenschaber die Zunge reinigen & Zähne putzen

8:30 Uhr Yoga machen

9:00 Uhr Meditieren, Musik hören, journalen, To-Do Liste schreiben etc.

9:20 Uhr ein Glas Zitronenwasser trinken und frühstücken

9:40 Uhr entspannt in den Tag starten

Meine Morgenroutine dauert gute 1,5 Stunden und für mich ist es das wert, da ich so entspannt in den Tag starten kann und produktiver und motivierter bin. Wichtig ist, diese Routine wirklich täglich zu machen, um den größtmöglichen Mehrwert für euch da rauszuholen.

Wem 1,5 Stunden zu lang sind, der kann gleich nach dem Aufstehen morgens ein Glas Wasser trinken, da allein Wasser schon eine sehr große entschlackende Wirkung entfaltet. Eine andere Möglichkeit ist, sich entweder für das Zitronenwasser oder das Ölziehen zu entscheiden und anschließend zu frühstücken. So könnt ihr etwas Zeit einsparen, wenn es doch mal schnell gehen muss.

Perfekt eignet sich eine solche Morgenroutine auch, wenn man Intervallfasten macht und sich dafür entscheidet, die erste Mahlzeit in den Mittagsstunden zu sich zu nehmen.

Ich hoffe, ich konnte euch dazu inspirieren, die eigene Morgenroutine zu überdenken und vielleicht neu zu gestalten. Ich bin gespannt auf euer Feedback und freue mich, wenn ihr diesen Beitrag teilt.

Einen wunderschönen Tag wünsche ich euch!

Alles Liebe & Om und Namaste.

Eure Alva

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